Der bestehende Bebauungsplan 16 weist eklatante Mängel auf. Die Ausführung des Bebauungsplans widerspricht der Begründung, und dieses einfache aber wichtige Manko führt aktuell dazu, dass das Gebiet des B-Plans weiterhin mit neuen Ferienwohnungen bestückt wird.

Um den Ortscharakter und damit die allseits geliebte kleinteilige Bauweise im Ortskern zu schützen, bemüht sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Hohwacht seit Längerem um eine Nachbesserung des B-Plans 16.

Obwohl allen Gemeindevertretern das Problem hinlänglich bekannt ist, wurde ein entsprechender Antrag der Grünen Fraktion von den anderen Fraktionen im Bauausschuss vom 17. März dieses Jahres abgelehnt wegen „Mangel an Handlungsbedarf“ und mit der Argumentation, dass eine Änderung des Bebauungsplans Geld kostet. Die WGH brachte dazu den Einwand, dass man nichts gegen Bebauung in der zweiten Reihe haben kann, wenn es der Ansiedlung von jungen Familien in der Gemeinde dient. Welche junge Familie kann es sich aber heutzutage leisten, im alten Ortskern zu bauen?

Besonders interessant bei diesem Anliegen ist auch die Tatsache, dass die Mehrheit der Gemeindevertreter im Bauausschuss am 9.6. dafür gestimmt hat, den Bau von neuen Ferienwohnungen im Gebiet des B-Plans 12 Eckernhof/Rögenkamp durch eine ebensolche Änderung des Bebauungsplans zu unterbinden, was natürlich auch Geld kostet. Wir sehen keinen signifikanten Unterschied in den vorherrschenden Gegebenheiten in den beiden Arealen.

Es stellt sich für uns nun die Frage, warum die längst überfällige Korrektur des B-Plans 16 von den anderen Fraktionen auf die lange Bank geschoben wird, besonders wenn seit geraumer Zeit das selbstauferlegte und von allen Fraktionen getragene Ziel von nicht mehr als 3.000 Gästebetten im Gemeindegebiet bereits überschritten ist (siehe dazu unsere Beiträge hier und hier). Ein Schelm wer denkt, dass zugunsten bereits in Vorbereitung befindlicher Bau- und Umbauprojekte gezögert wird.

Den Wortlaut unseres ursprünglichen Antrags können Sie hier nachlesen. Unser Anliegen wird abermals in der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung am 30.6. 2022 angesprochen. Wir sind mal wieder gespannt auf den Ausgang der Diskussion.

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